SPD-Ortsverein Lübeck-Kücknitz

Kein Atommüll nach Lübeck

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MEDIENINFORMATION
SPD bleibt dabei: Kein Müll vom AKW Brunsbüttel nach Lübeck
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion und der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Marek Lengen, erklären:
Durch den Rückbau zur grünen Wiese werden in den nächsten 20 Jahren 300 000 Tonnen
Abfall vom AKW Brunsbüttel anfallen. Und das ist erst der Anfang. Diese Menge wird sich
in Schleswig-Holstein durch die zwei anderen AKW Krümmel und Brokdorf auf die dreifache
Menge erhöhen.
Das zuständige Kieler Ministerium (MELUND) mit seinem „grünen Chef“ Jan Philipp
Albrecht sucht händeringend nach einer billigen Kostenlösung zur Lagerung des AKW-Schutts.
Er drängt darauf, dass bestehende Deponien diesen freiwillig aufnehmen sollen.
Diese Strategie hat er vom Vorgänger des Umweltministeriums Robert Habeck geerbt.
Das lehnen wir entschieden ab. Die SPD hat sich seit drei Jahren mit dem Thema befasst,
Anfragen gestellt, Informationen ausgewertet und die Reaktionen in der Bevölkerung
aufgenommen.

In eigenen Arbeitskreisen fasste die SPD den Beschluss, alles dafür zu tun,
keinen AKW-Bauschutt auf der Deponie Niemark zuzulassen.
Dieses Ansinnen der Landesregierung löst einiges an Absurdität bei den Lübecker Grünen
aus. Wenig ökologiebewusst, dafür aber regierungsfreundlich und staatstragend.
Leider verkennen sie hierbei zwei wichtige Dinge:

1. Die Mehrheit der Lübecker
Bevölkerung will keinen Bauschutt aus einem AKW vor ihrer Haustür. Wir sind schon mit
der benachbarten Sondermülldeponie Ihlenberg belastet. Ständig kommen von dort neue
Meldungen, die verunsichern.

2. Harmlosen Abfall aus einem AKW kann es gar nicht geben, da die Grenze für eine „Freigabe“ künstlich festgelegt wurde, sie also nur juristisch für „vertretbar“ im Vergleich zu einer natürlichen Umgebungsbelastung erklärt wird.
Warum nur will die grüne Landesregierung sich einen schlanken Fuß machen und im
konkreten Fall den Eigentümer Vattenfall von der eigentlichen Verantwortung befreien und
für ungefährlich deklarierten Deponiemüll im ganzen Land kostengünstig verteilen? Hier
wäre es verantwortungsvoller, den deponiepflichtigen und potentiell strahlenbelasteten Müll
aus AKW möglichst ortsnah und zusammenhängend in einer eigenen Deponie abzulegen.
Gebündelte Kompetenz von Mitarbeitern, Abschirmung und Kontrolle ist damit besser
gewährleistet als eine flächenmäßig starke Verteilung auf bestehende Deponien im ganzen
Land. So ein Verfahren muss von Vattenfall angestoßen werden.

Desweiteren ist auch schon klar, dass die Deponie Niemark zu 94% verfüllt ist, d.h. 9,7
Millionen Müll sind schon drin und es ist nur noch Platz für 0,7 Millionen Tonnen bis 2035.
Auch Lübeck muss dann sehen, wo es seinen Müll entsorgt. Bei einem mehr als 20 Jahre
dauernden Rückbau müsste dann auch eine neue für Lübeck nahe Deponie Brunsbütteler
AKW Bauschutt aufnehmen. Wahrscheinlich auch dann den aus den AKW Krümmel und
Brokdorf.

 
 

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letzte Aktualisierung

10. Dezember 2019

 

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1. Vors. - Jörn Puhle
Stellv. Vors. - Ulrike Siebdrat

 

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